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Mittlerweile gilt es als sicher, dass die vom Menschen emittierten Treibgase maßgeblichen Einfluss auf den allgegenwärtigen Klimawandel haben.

Um dem entgegenzuwirken gilt es den Treibhausgasausstoß durch das Einsparen von Energie drastisch zu reduzieren. Für den Bau kann dieser Forderung durch die Verwendung von hohen Dämmstoffdicken nachgekommen werden.

Denn schon bei der Verwendung von 100 mm XPS in 20 Jahren werden ca. 6.000 kg des Treibhausgases Kohlendioxid pro kg XPS eingespart.

Es stellt sich jetzt natürlich die Frage woher kommt diese Zahl?

Um den Einfluss der Produkte auf ihren Beitrag zum Klimawandel zu bestimmen, werden ökologische Betrachtungen zu den Produkten angestellt. Diese setzt sich aus den ökologischen Effekten in den einzelnen Lebensstufen (bei der Herstellung, der Verwendung und der abschließenden Entsorgung) des Produkts zusammen. Als Indikator kann dabei die Summe aller notwendigen Energien in den einzelnen Lebensstufen dienen. Auch läßt sich die Energieverbrauch in CO2-Äquivalente umrechnen, mit Hilfe dieser kann ein direkter Bezug zwischen Produkt und seinem Beitrag zum Klimawandel gegeben werden.

Während der Produktion wird Energie für die Herstellung der einzelnen XPS-Rohstoffe wie Polystyrol, Additive und Treibmittel verbraucht, sowie Energie für den Extrusionsprozess selbst. In der Nutzungsphase wird Energie eingespart, da durch den Einbau von Dämmstoffen der Verbrauch von Heizmaterial (Öl, Gas, Strom, ...) reduziert wird. Der angegebene Energiewert für die Verwendungsphase errechnet sich aus dem durch den Einsatz des Dämmstoffes eingesparten Heizöls für eine Nutzungsphase von 20 Jahre und der Verwendung eines 100 mm dicken Dämmstoffs. Bei der Betrachtung der Entsorgung wird davon ausgegangen, dass nur 20 % des verwendeten XPS der thermischen Wiederverwertung zugeführt werden kann und die restlichen 80 % auf der Deponie entsorgt werden, die damit keinen positiven Beitrag liefern können. In der folgenden Tabelle sind die Einzelwerte der unterschiedlichen Lebensphasen aufgeführt, dabei wird die Energie in Form von Energie pro Mengeneinheit XPS mit MJ/kg XPS angegeben [1]. Ein positives Vorzeichen gibt an, dass in der Lebensphase Energie eingespart wird und dadurch zur Treibhausproblematik ein positiver Beitraggeleistet wird.

Produktion Verwendung Entsorgung
- 86 + 2707 + 4,2

Energiebedarf (-) und Energiegewinn (+) in MJ/kg XPS in den einzelnen Lebensphase[12]

Zusammenfassend ergibt sich bei der Verwendung von 100 mm XPS in 20 Jahren ein Energiegewinn von 2625 MJ/kg. Dies bedeutet, dass die verwendete Energie zur Produktherstellung in 20 Jahren 30mal eingespart wird, also die Energieeinsparung pro Jahr größer ist als der Energiebedarf zur Produktion. Entscheidend hierbei ist, dass diese Energie von den Verwendern von XPS also den Gebäudenutzern gespart wird, daraus ergibt sich, dass die Verwendung von XPS für die Gebäudenutzer einen deutlichen Kostenvorteil mit sich bringt, da sie Öl, Gas oder Strom sparen können.